Sonntag , 27. November 2022
Upper West

Upper West: Es begann mit einem Traum

Ich muss mich selbst immer mal wieder zwicken“, sagte Architekt Christoph Langhof, als er im Baustellenaufzug in den 32. Stock seines in Beton inkarnierten Entwurfes fährt, um den atemberaubenden Panoramablick auf Berlin zu genießen. „Es begann mit einem Traum.“ Mit seinen 118 Metern Höhe und 33 Stockwerken zählt das Upper West zu den vier höchsten Gebäuden Berlins. „Die City West entwickelt sich wieder prächtig, gewinnt alte Attraktivität durch neue Projekte zurück. Das Upper West wird nicht zuletzt durch seine Höhe und seine herausragende Architektur ein weiterer markanter Baustein der Skyline des westlichen Zentrums werden“, sagte Berlins Regierender Michael Müller. „Wir freuen uns sehr, das Upper West mit seiner der Vollendung entgegen schreitenden Fassade zu präsentieren. Nicht nur durch sie, sondern auch durch den einzigartigen Panoramablick und seinen besonderen Standort trägt das Gebäude zu der positiven Veränderung des Westberliner Stadtbildes bei. Teil dieser Entwicklung der City West sein zu dürfen, ist für uns etwas ganz Besonderes“, so Thomas Hohwieler, Geschäftsführer des Eigentümers und Entwicklers Strabag Real Estate.

Immobilieninvestor Michael Fuchs, Geschäftsführer der RFR Holding, nannte selbst die Baugrube ein wahres Kunststück. 1000 Tonnen Stahl sorgten dafür, dass die benachbarte Gedächtniskirche standhaft blieb. Doch die wahren Helden des Upper West seien die 380 Bauarbeiter aus 25 verschiedenen Nationen. Baustellen-Romantik beim Richtfestspruch von Thomas Schnetzer, dem Oberpolier der Ed. Züblin AG, die als Generalunternehmen für die Bauausführung verantwortlich ist. „Wir werden das rhythmische Zischen der Betonpumpe vermissen. Es schien, als ob sich alle Gewerke diesem Rhythmus angepasst hätten. Leider verschwindet nun langsam das schöne Grau des Betons.“ Das aus zwei Gebäuden bestehende Upper West umfasst rund 53.000 Quadratmeter Gesamtfläche. In den ersten 18 Etagen des Turms zieht mit 582 Zimmern eines der größten Hotels der Motel One Gruppe ein.  Im 33. Stockwerk biete die Skybar einen fantastischen Blick weit über die City West hinaus. Das Prachtstück soll im Frühjahr 2017, vier Jahre nach Beginn der Bauarbeiten, fertiggestellt sein.

 

Text: Christian Spilgies, Foto: Hagemann