Freitag , 22. Juni 2018
Kausal-Stellen: Mach was Gutes draus. Foto: Müller

Kausal-Stellen: Der Schlüsseldienst der Seele

Wenn ich den erwische, der mir meinen persönliche Rucksack aufgezwängt hat, der kann aber was erleben. Das kennt doch jeder, oder? Man rackert sich ab, Jahr um Jahr, tut alles Mögliche, und hat das Gefühl, nichts, aber auch rein gar nichts verändert sich. Ganz im Gegenteil: Die Probleme scheinen regelrecht Spaß daran zu finden, einen zu triezen und behelligen einen übermotiviert und mit wachsender Begeisterung.  Die ausgetretene Spur des ewigen Kreislaufs nimmt die Tiefe des Marianengrabens an. Wie, bitte schön, kann man endlich aus diesem „Und täglich grüßt das Murmeltier“-Prozedere ausbrechen? Das Autoren-Trio Hia Jentsch-Mathiesen, Gerald Jentsch und Rosemarie Elsner haben sich dazu auf Spurensuche gemacht. In ihrem Buch „Und mach was Gutes draus“ legen sie unbewusst ablaufende Mechanismen klar, verständlich und unterhaltsam offen.

„Wenn wir auf diese Erde kommen, sind wir wie eine weiche Wachsplatte, auf der noch keine Eindrücke sind, wir haben ja hier auch noch keine Erfahrungen gemacht. Aber so ganz ohne Gepäck kommen wir nicht an, wir haben unseren Rucksack dabei, mit unseren in vielen Leben gesammelten Erfahrungen. Die Themen in unserem Gepäck sind quasi unsere ungelösten Schattenanteile. Und diese sind der Schlüssel, der uns das Familiensystem aufschließt, in das wir hineingeboren werden,“ erklärt Hia Jentsch-Mathiesen, u.a. Heilpraktikerin für Psychotherapie und Systemische Famlientherapeutin. Sie arbeitet seit fast 15 Jahren mit Familien-, System- und Organisationsaufstellungen. Zusammen mit ihrem Mann hat sie das sogenannte Kausal-Stellen entwickelt: Der Schlüsseldienst für die Seele.

Ihr Ansatz: Ist die Ursache für ein Problem gefunden und beseitigt, hat das Symptom – egal, ob Krankheit, ein sich wiederholendes Muster und eine Blockade – keine Existenzberechtigung mehr. Hinfort mit Euch! Das Buch hilft einem regelrecht freudvoll auf die Sprünge. Wie ein kleiner liebevoller Schupser mit dem Hinweis, Ihr könnt Euer Leben selbst in die Hand nehmen. Die vielfältig geschilderten Erfahrungen aus langjährigen Praxis bescheren einem zudem etliche Aha-Erlebnisse.

Was kann eigetnlich aufgestellt werden? „Nahezu alles. Konkrete und abstrakte Themen. Neben Aufstellungen der Familie können auch Entscheidungsschwierigkeiten aufgestellt werden. Sogar Krankheiten, Besitzverhältnisse, Ängste, Blockaden, Beruf, Erfolg, Geldprobleme, Häuserverkäufe.“  Und was passiert in der Aufstellung?  Der Aufsteller wählt aus dem Kreis der Teilnehmer Repräsentanten für das, was er sichtbar machen möchte und stellt diese nach seinem inneren Bild zueinander. „Die Stellvertreter erleben nun das Wunder, plötzlich in anderen Schuhen zu stecken, Gefühle und Gedanken zu haben, von denen sie bisher nichts wussten und so zu antworten, als ob sie jemand ganz anderer wären. Ich erarbeite mit den Teilnehmern ein Lösungsbild, in dem jeder seinen Platz hat, so dass die Kraft der dynamischen Ordnung wieder fließen kann und Lösungen möglich werden,“ so Hia Jentsch-Mathiesen. Wer mehr wissen und erleben möchte: Über das Buch hinaus gibt es die Möglichkeit, persönlich an einem Seminar „Kausal- und Familien-Stellen“ teilzunehmen. Denn, wie steht es doch so treffend auf Seite 72 des Buches: Eine Aufstellung ist nicht beschreibbar, nur erlebbar. Und wie sang es schon Katja Ebstein: Wunder gibt es immer wieder.

Seminar Berlin

Seminar Berlin

Nächster Termin: 12.-13.11.2016. Zentrum Ganzheitlich Ich Kaiserdamm 21 14057 Berlin. Anmeldung: Meike Naumann Tel.: (03628) 46 520 Mobil: (0172) 935 9060 meike.naumann7@googlemail.com