Freitag , 30. September 2022
Ein Glücksbuch über die Trauer
"Die indische Hochzeit", das neue Werk von Dr. Sandra Maxeiner

„Die indische Hochzeit“: Ein Glücksbuch über Trauer

Licht und Schatten gehören zusammen. Tag und Nacht. Glück und Leid. Auch wenn es uns bewusst ist, schmerzt es: Diese auf den ersten Blick gegensätzlichen Gefühlszustände sind enger miteinander verknüpft, als wir wahrhaben wollen. Sie sind einfach unzertrennlich.

Die Autorin Dr. Sandra Maxeiner nennt ihr neuestes Werk „Die indische Hochzeit“ gerade deswegen ein „Glücksbuch“.  Dabei geht es darin keineswegs um das vordergründige „Hurra, ich habe im Lotto gewonnen-Feeling“, sondern um das Glück hinter dem schillernden Vorhang. Jenes Glück, das sich oft erst nach dem vermeintlichen Unglück offenbart. „Das Thema Glück beschäftigt uns unser Leben lang. Bewusst oder unbewusst streben wir stets danach, glücklich zu sein. Mich hat interessiert, ob es etwas gibt, das uns eine innere Zufriedenheit schenkt, die weit über das flüchtige Glück hinausgeht. Vielleicht können wir diese Tiefe erreichen, wenn wir akzeptieren, dass das Leid kommt und geht, genau wie jene Momente, in denen unser Geist tanzt, die Seele atmet, unsere Augen lachen und unser Herz singt,“ sagt die Autorin.

Gemeinsam mit dem Wiener Glücksforscher Peter Adler, den sie für ihr Buch interviewt hat, zeigt sie mit Hilfe von zwölf Protagonisten, wie viele Facetten Glück haben kann. Die Essenz: Es offenbart sich nicht selten als Folge sinnstiftenden Tuns. Und oft auch erst dann, wenn wir uns unserer eigenen Vergänglichkeit gewahr werden.

Aufgrund eigener Erlebnisse arbeitet Sandra Maxeiner als ehrenamtliche Hospizhelferin. Zudem sie hat den Berliner Verein „Was wirklich zählt im Leben“ ins Leben gerufen. Der Verein kümmert sich um Menschen, die in eine akute Lebenskrise geraten sind, weil ein nahestehender Angehöriger unerwartet verstorben ist. Oft spüren wir leider erst im Rückblick, wie beschenkt wir eigentlich sind. „Die indische Hochzeit“ ist eine sanfte, aber kraftvolle Motivation, das Jetzt lieben zu lernen. Trotz allem. Oder gerade deswegen.