Mittwoch , 22. Mai 2019
100 Jahre Bauhaus
Frau mit Schlemmer-Maske in einem der ersten Stahlrohrsesel von Marcel Breuer. Copyright: Bauhaus-Archiv, Berlin Inv. F1218a

100 Jahre Bauhaus: Aktualisierte Ausgabe aus dem Taschen Verlag

Was für ein Jahr. Wir kommen aus dem Feiern ja gar nicht mehr raus. Fontane wird 200, und das Bauhaus, das junge Küken, wird 100. Deutschland feiert die weltberühmte Kunstschule mit Festivals, Symposien, Sonderschauen und neuen Museen. In einem kurzen Zeitraum von nur vierzehn Jahren veränderte die deutsche Kunst- und Gestaltungsschule das Antlitz der Moderne. Mit utopischen Idealen für die Zukunft entwickelte das Bauhaus eine bahnbrechende Fusion aus Kunst, Handwerk und Technik. Welche sie durch alle gestalterischen Medien und Methoden umsetzte, vom Film bis zum Theater, von der Bildhauerei bis zur Töpferei.

Vom Gruppenturnen bis zum Unterricht mit Paul Klee

Zum Geburtstag 100 Jahre Bauhaus ist im Taschen Verlag ein umfassendes Referenzwerk entstanden. Komplett aktualisiert – mit über 250 neuen und teilweise unveröffentlichten Dokumenten. In enger Zusammenarbeit mit dem Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung in Berlin zeichnet das Werk mit über 550 Abbildungen die Geschichte und Wirkung dieser Kulturinstitution nach.  Und lässt den Geist von Bauhaus wieder lebendig werden. Von zwanglosen Aufnahmen beim Gruppenturnen bis zu Zeichnungen aus dem Unterricht von Paul Klee. Von ausführlichen Bauplänen bis zu einem schnittigen Aschenbecher von Marianne Brandt – sie alle sind Zeugnisse einer idealistischen Kreativgemeinschaft, die entschlossen war, Gestaltung völlig neu zu denken und eine bessere Zukunft für moderne Menschen zu formen.

Vorgestellt werden u.a. Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe und Lilly Reich

Das Buch aus dem Taschen Verlag zeigt Bauhaus nicht nur als bahnbrechende Bewegung des Modernismus. Sondern auch als Musterbeispiel einer Kunsterziehung in der schöpferischer Ausdruck und zukunftsweisende Einfälle zu Produkten führten. Welche schön und funktional zugleich waren. Zu den vorgestellten Künstlern gehören u. a. Josef Albers, Marianne Brandt, Walter Gropius, Gertrud Grunow, Paul Klee, Ludwig Mies van der Rohe und Lilly Reich.